Cafè Barone - Cafè Barone
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Zum Baselbiet, welches den Kanton Basel-Land umschreibt, habe ich seit langem eine besondere Beziehung. Mein Berliner Gymnasium, die Georg-Herwegh-Oberschule, pflegt seit Jahren eine Schulpartnerschaft mit dem kantonalen Gymnasium in Liestal, dem Kantonshauptort des Kantons Basel-Land. 1982 konnte ich mit meiner damaligen Schulklasse das erste Mal Liestal (im schweizerdeutschen “Li-eschtl” genannt) besuchen und das Baselbiet kennenlernen. Landschaftlich wird das Baselbiet durch beeindruckende Jurafelsen dominiert, die Landschaft erinnert stark an die Schwäbische Alb “im Deutschen” (die Basler sprechen immer davon, dass sie “ins Dütsche” gehen, wenn Sie nach Deutschland fahren).

Einer dieser Felsen ist die sog. Sissacher Fluh, ein Aussichtspunkt mit fantastischem Blick auf Sissach, Gelterkinden und den Schweizer Belchen. Und genau in Gelterkinden werden seit 2008 Kaffees geröstet: bei Caffè Barone.
( Die Sissacher Fluh (c) Bergrestaurant Sissacher Fluh )

 

Gegründet 2007 in Muttenz, konnte Kaffeeröster Tobias Konrad ein Jahr später die Räume der ehemaligen Rösterei Jenny im Tal der Ergolz übernehmen.

 

Tobias Konrad

Tobias Konrad, gebürtiger Basler, ist zu seiner Leidenschaft für den Kaffee als Steward bei der ehemaligen Swissair gekommen. Auf den Flügen gab es meist recht schlechten Kaffee, in den Hotels, in denen Tobias übernachten konnte, dafür umso besseren ( offenbar hat Tobias nie in den deutschen Hotels übernachtet ^^ ). So entwickelte er ein Gefühl dafür, wie die Faktoren Wasser, Brühtechnik und Röstung in den jeweiligen Häusern die Kaffeequalität ausmachten und lernte nebenbei die Kaffeekultur der jeweiligen Länder kennen.

 

Nach dem Besuch der Hotelfachschule Luzern entschied er sich bei Kraft Jacobs Suchard im Kaffee-Aussendienst zu arbeiten. Allerdings war er nicht immer mit allen Kaffeeröstungen gleich zufrieden, so dass er sich entschied, die Probleme, welche bei seinen Kunden aufgetreten waren, selbst in die Hand zu nehmen und sich einen HotBot Trommelröster zu kaufen.

 

 

Die Rösterei in Gelterkinden

 

Die Rösterei in GelterkindenDas war der Beginn der Röstkarriere von Tobias Konrad. Oft rauchte es aus der Garage, in der Tobias seine Kaffees röstete und sein eigenes Profil entwickelte. Nachdem sich die Beschwerden aus der Nachbarschaft häuften, war für ihn der Zeitpunkt gekommen, sich nach jahrelanger Übung und verschiedenen Schulungen (z.B. auch bei Ingo Rogalla) in geeigneten Räumen selbständig zu machen.

 

 

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Nun bietet Caffè Barone hauptsächlich Kaffeemischungen an und versucht mit diversen Blends ein grosses Spektrum von Kaffeegeniessern abzudecken. Dabei bedient Tobias Konrad auch individuelle Wünsche seiner Kunden, er röstet auch nach kundenspezifischen Anforderungen.

Aber Tobias Konrad hat nicht nur das Wohl seiner Kunden im Auge, sondern auch das Leben der Kaffeebauern in den Produktionsländern. Deshalb arbeitet er mit der Stiftung vivamos mejor zusammen. Diese Stiftung verfolgt das Ziel, bessere Lebensbedingungen für die Kaffeepflanzer in Lateinamerika zu erreichen. Caffè Barone möchte hier in Zukunft als Partner auftreten und den Kaffee der dortigen Kaffeeplantagen direkt in die Schweiz importieren.

Als einer der kleinsten Schweizer Röstereien wünsche ich Tobias weiterhin viel Erfolg bei seiner Arbeit und freue mich schon darauf, seine Röstungen hier im Blog einmal vorstellen zu können.

Ein schönes Wochenende mit Kaffee aus der Schweiz wünscht

 

Johannes Lacker

 

P.S.: Auf der Sissacher Fluh gib es übrigens ein tolles Bergrestaurant, bewirtet von Angelika und Bruno Thommen. Nach einer Wanderung kann man hier einkehren, während die Kinder draussen viel Platz zum Spielen finden.

 

Zum Orginalartikel auf "Kaffischopp"...